Sasaki`s Service ------seit über 10 Jahren für Sie da!

Die Lage in Japan spitzt sich immer mehr zu! Die AKWs sind immernoch für ALLE Menschen die sich z. Zt. in Japan aufhalten eine Bedrohung. Als wenn diese Menschen vor Ort nicht schon genug bestraft wären! 

Auf Wunsch meiner Freunde, die meines Bruders und die meiner Familie, meiner Kunden, Bekannten, Verwandten sowie über 730 Facebook-Usern habe ich mich entschlossen etwas für diese notleidenden Menschen zu tun, in Form einer Spendenaktion.

Meine gesammelten Spendengelder möchte ich Waisenkindern aus der Kriesenregion zu Gute kommen lassen. Hierzu sind meine Familie und ich mit einigen Organisationen in Kontakt getreten um deren Projekte zu prüfen. 

Nun habe ich einen geeigneten Empfänger meiner Spendeneinnahmen gefunden,  Frau Yoko Schlütermann, Leiterin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Dortmund.

Frau Schlütermann hat ebenfalls eine Spendenaktion gestartet um Waisenkinder aus der Kriesenregion zu helfen indem Sie mit einem Partner aus Okinawa, Herrn Fukushima und der Behörde von Okinawa bis zu 100 Waisenkinder und junge Mütter mit ihren Kindern aus der Kriesenregion in Okinawa unterbringen. Das Projekt wird  vermutlich ca. 1 Jahr andauern und kostet pro Monat rund 65.000€.

Nähere Informationen über dieses Projekt erhalten Sie unter dem folgenden Link:

http://hilfefuerjapan2011.wordpress.com/

 Über unseren Blog www.japanhilfe-celle.de werden in Kürze auch nähere Informationen bekannt gegeben.

Also spenden Sie bitte um uns beim Helfen zu Helfen!!!

Bankverbindung:                          Sparkasse Celle

Inhaber:                                          Eiji Sasaki

Kontonummer:                              911 73 740

BLZ:                                                257 500 01

Verwendungszweck:                   HILFE FÜR JAPAN

Spendenquittungen kann ich als Privatpersonen leider nicht ausstellen, aber ich denke für den der wirklich helfen will ist das nicht ausschlaggebend. Einige Facebook-User haben sich dazu wie folgt geäußert: "wir wollen helfen, nicht absetzen!!!"

In diesem Sinne sammeln wir Spendengelder um sie 1 : 1 DIREKT nach Japan zu schicken.

Durch die nachfolgende Augenzeugenberichte meines Bruders wurde eine Gruppe auf  der Internetplattform Facebook gegründet. Facebook-User können gerne der Gruppe beitreten.

Hier der Link zur Gruppe:

https://www.facebook.com/home.php?sk=group_189835717720894#!/home.php?sk=group_189835717720894&ap=1

Augenzeugenberichte 

Mein Bruder Yoji hat sich als freiwilliger Helfer bei der deutschen Botschaft in Tokyo gemeldet, um mit seinen Sprachkenntnissen etwas "Gutes" zu tun. Dort wurde er nun als "Telefonist" eingeteilt.

Hier ein paar Auszüge aus seinen Berichten, die er bei Facebook.com in seiner kürzlich gegründeten Gruppe "Unterstützung" gepostet hat:  

von Yoji Stephan Sasaki, Dienstag, 15. März 2011 um 18:39
Nachdem ich endgültig genug hatte vom vorm Fernseher sitzen und zu bangen, habe ich mich entschlossen, mich bei der deutschen Botschaft als freiwilliger Helfer zu melden (nachdem ja nun alle Veranstaltungen hier zu Lande alle gacancelt sind habe ich ja auch nichts zu tun). Erstaunlicherweise haben die mein Angebot auch dankend angenommen und heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag bei der Telefonhotline in der Botschaft. Es ist gut, etwas zu tun zu haben und sich ein wenig ablenken zu können, ob gleich auch die Anrufe von vverzweifelten Eltern, Schwestern, Onkeln, etc. einem manchmal die Tränen in die Auugen treiben... . Anrufer die Probleme beim Ausreisen haben sind wirklich das geringste Problem. Nichten, die unter humanitären Vorwenden von Deutschland aus direkt ins Gebiet des Reaktors fliegen, 'ne SMS in die Heimat schicken, das man gut angekommen sei, doch danach nichts mehr von sich hören lassen oder unerreichbar sind, sind natürlich die Crėme de La Crėme... . Da schaudert es einem wirklich und ich kann nur zu gut nachvollziehen, wenn der Onkel mich in einem Moment anschreit und im nächsten Moment in Tränen ausbricht und mich anfleht, ihm zu helfen... . Nichts desto trotz hat es auch seine guten Seiten. Man bekommt endlich mal GLAUBWÜRDIGE Informationen. Ich freue mich schon auf meine nächste Schicht!


von Yoji Stephan Sasaki, Donnerstag, 17. März 2011 um 03:21
Viele Leute fragen mich, ob sie nicht vielleicht irgendwie in der jetzigen Lage hier in Japan helfen könnten. Ich für mein Teil habe mich entschlossen, mich als freiwilligen Helfer bei der deutschen Botschaft in Tokio zu melden, um meine Sprachkenntnisse zu gutem Zwecke einzusetzen und Deutschen oder auch Japanern, die mein Schicksal teilen, zu helfen. Damit sind gemeint: Leute die in Japan leben / hier verheiratet sind oder auch Kinder haben / die hier Verwandte haben. Ich arbeite nun in der Auskunft. Viele Anrufer sind nicht nur besorgt sondern in den meisten Fällen wirklich verzweifelt, ihre Verwandten zu erreichen und wollen, dass sie wieder in die Heimat zurückkehren. Andere Anrufer leben in Japan und wollen das Land einfach nur verlassen. Meistens fragen sie, wann und wie man am Besten das Land verlässt. Meine primäre Sorge und auch der Grund warum ich diese Zeilen verfasse bezieht sich auf den zweiten der oben genannten Punkte.

Ich selbst bin betroffen, zusammen mit meiner 2 Jahre alten Tochter und meiner Frau, die im 5.Monat schwanger ist. Wie vielen von Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, hat sich die Situation des Reaktors Fukushima 1 rapide verändert. Was ihnen vielleicht, vielleicht aber auch nicht bekannt ist, ist folgendes: alle Ausländer, unabhängig derer Nationalität, die in Japan leben und das Land verlassen wollen stehen vor ernsten Problemen. Es ist nicht nur schwer zu einem Flughafen zu gelangen, auch die Flugpreise bei fast jeder Airline gehen durch die Decke! Viele Menschen sind einfach nicht in der Lage, sich Flugtickets zu leisten. Obgleich jede Botschaft laut Gesetz dazu verpflichtet ist, ihren Landsleuten jede nur erdenklich mögliche Unterstützung zukommen zu lassen sind sie jedoch nicht verpflichtet alle Kosten zu übernehmen. Ganz im Gegenteil: Im Falle Deutschland ist die Gesetzgebung klar und letzten Endes hat der "Gerettete" die Kosten zu tragen. Wenn er diese nicht zahlen kann werden diese Kosten sogar vererbt. Siehe Konsulargesetz: http://www.aufenthaltstitel.de/konsulargesetz.html

Über wieviel genau sprechen wir hier? Ein Beispiel: Ich selbst habe bei mehreren Fluggesellschaften angefragt. Die Preise haben sich fast stündlich verändert. Ich habe nach 3 Tickets gesucht, Abflug in 2 Tagen, Hin- und Rückflug, 2 Erwachsene und 1 Kind von Japan nach Deutschland (Frankfurt oder München) Hier ein Paar der "günstigsten" Angebote, die man hier zu lande buchen kann (stand heute / heutiger Wechselkurs) 1,234,900 Yen = 11.084,308 EUROS = 15.412,168 DOLLARS (Änderung des Datums nicht möglich) 1,060,600 Yen = 9.519,813 EUROS = 13.236,817 DOLLARS (Änderung des Datums nicht möglich) Hierzu habe ich spaßeshalber mal einen Einwegflug gesucht: 1,425,600 Yen = 12.796,008 EUROS = 17.792,20 DOLLARS

Fazit: es ist um einiges "günstiger" einen Hin- und Rückflug zu buchen. 2.354.800 Yen = 21.136,391 EUROS = 29.389,08 DOLLARS (Änderung des Datums 1 mal möglich)

Ich denke sie verstehen, was ich hier versuche zum Ausdruck zu bringen... . Stellen sie sich einen Austauschschüler vor, der kein Einkommen hat oder jemanden auf "Working Holiday", wo vielleicht auch in der Familie keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen und die jetzt darunter leiden müssen, weil sie einfach nicht in der Lage sind das Land zu verlassen. Ich habe TATSÄCHLICH mehrfach solche Anrufe in der Botschaft gehabt und es bricht mir das Herz !!!

 Eltern die wegen ihrer Kinder anrufen, Tanten, Großeltern, Freunde und so weiter und so weiter... . Ich möchte also an Diejenigen appellieren, die wirklich helfen wollen: Diese Menschen, die wirklich in Not sind, sind keine Ausländer. ES SIND IHRE LANDS-MÄNNER, MIT VERWANDTEN, DIE IN IHRER MITTE LEIDEN !!!!!!!!

Wenn sie mich aber fragen "Wie?"... . Diese Frage kann ich Ihnen kaum beantworten... . Vielleicht kann ich Ihnen aber Anregungen geben. - Sie könnten natürlich für diese Leute Spenden sammeln und Beträge an das Auswärtige Amt weiterleiten. - Vielleicht können Sie sich an Ihre lokalen oder aber auch globalen Medien richten, so wie es Freunde und Verwandte für mich derzeitig tun. Hierfür bin ich wirklich dankbarer, als ich es in Worte fassen kann. ICH DANKE EUCH !!! - Vielleicht können sie sich auch direkt an die Fluggesellschaften wenden, die schamlos die Situation und die Not der Menschen ausnutzen, nur um am Leid anderer zu profitieren. Vielleicht fallen Ihnen aber auch andere, wirksamere Mittel und Wege ein. Ich appelliere also nochmals im Namen ALLER Ausländer, die zwar Japan verlassen wollen, aber nicht können: Wenn Sie wirklich helfen möchten und nicht wissen wie, dieses wäre eine Möglichkeit, die Sie in Erwägung ziehen können.

Bitte helfen Sie!

Yoji Sasaki 17. März 2011

 Yokohama von Yoji Stephan Sasaki, Freitag, 18. März 2011 um 07:02
Nachdem ich vorgestern bis um fast 6Uhr (am) Ortszeit daran gesessen habe, diese Gruppe in jeweils Englisch und Deutsch zu erstellen, bin ich gestern zusammen mit unserer Kleinen eingeschlafen (war so kuschelig nach der schönen, heissen Wanne...).

Ich habe gesehen, daß sich hier während Dessen viel getan hat und daß mich auch viele Leute direkt angeschrieben haben. Erstmal sorry dafür. Ich freue mich über die allgemeine Entwicklung, die mein "Schneeball" hier ausgelöst hat. Ich hätte NIE gedacht, daß in so kurzer Zeit so viel draus wird! Danke an alle, die daran Teilnehmen. Aus einem "Schneeball" wird eine "Schnee Kugel" und ehe man sich versieht eine "Lawine". Ich würde behaupten, daß dies hier schon eine kleine "Lawine" ist. Das Problem bei einer "Lawine" ist jedoch, daß sie sich schwer "kontrollieren" oder "leiten" lässt. Auch in diesem Falle habe ich das Gefühl, die Richtung hätte sich zu sehr in meine gedreht... . Daher würde ich hier gern ein paar Worte loswerden, um den "Fokus" der gesamten Aktion vielleicht noch einmal zu definieren, wie er mir persönlich wichtig ist.

Meinen Appell vom 17. März, den man hier ja auch als Beschreibung der Gruppe sehen kann ist: "Helft Helfen!" nicht "Helft mir!" oder "Hilfe!". Die Situation, wie sie sich für Deutsche hier in Japan darstellt gilt nicht nur für mich und meine Familie. Anrufer der Hotline sind wirklich verzweifelt. Manche haben einfach noch weniger Mittel und Wege, als meine Familie hier. Die Beispiele, die ich genannt habe, beziehen sich konkret auf einige dieser Anrufe. Ich weiss jetzt natürlich nicht, wieviel wir hier sammeln können... . Aber ich denke mir einfach: Wenn man einen Flug pro Person für 7,000 Euro (um einfach mal eine Zahl zu nennen, die hier mehrfach genannt wurde) zu 100% bezahlen kann, dann kann man z.B. 2 Personen auch die Möglichkeit geben, ein Ticket für 4,500 Euro pro Person zu kaufen. Und so weiter und sofort... . Die Kontakte hier vor Ort sind vorhanden und ich habe auch die Möglichkeit der Botschaft hier in Japan direkt Hilfsgüter (ob nun Finanziell oder Materiell) zukommen zu lassen.

Nun zu unserer persönlichen Situation: Obgleich ich EIGENTLICH eher ein Mensch bin, der Persönliches eher im engeren Kreis der Familie oder Freunden hält, habe ich mich anhand der Situation dazu entschlossen, hier mal etwas auszuführen. Ich bin wirklich ALLEN dankbar, die sich um das Wohlergehen meiner Familie und mir Sorgen macht und sogar bereit sind speziell für uns finanzielle Unterstützung anzubieten. ICH DANKE EUCH ALLEN WIRKLICH ZU TIEFST VON HERZEN! Die, die mich und meine Familie kennen wissen, daß ich hier in Japan seit etwa 9 Jahren lebe und arbeite. Die Familie meiner Frau ist japanisch. Meine Frau ist derzeitig im 5. Monat schwanger und wir haben zusammen bereits eine 2 ,5 Jahre  junge Tochter. Gemäß dem Fall, wir würden nach Deutschland gehen, haben wir folgende Überlegungen zu tätigen:

- Wer geht nach Deutschland?

 - Was ist mit denen, die nicht nach Deutschland gehen?

- Wie zahlen wir den Flug?

 - Was nehmen wir mit?

 - Bei wem kommen wir unter?

- Wie kommen wir für anfallende Kosten in Deutschland auf?

- Wie kommen wir für unsere Fixkosten von etwa monatlich 2,000 Euro (Miete usw. ist einfach unverschämt teuer)hier in Japan auf? (Die verschwinden ja nicht mit uns)

- Was tun wir, wenn aus irgend einem Grund die Schwangerschaft meiner Frau Probleme aufbringt?

- Könnte meine Frau sofort vorgezogenen Mutterschaftsurlaub bekommen? (Denn generell würde sie mindestens 1 Monat auf Genehmigung warten und in Japan, gerade in der jetzigen Situation könnte es schwierig werden einen neuen Job zu bekommen, falls nicht. Ich persönlich habe als Freelance Veranstaltungskaufmann bis Ende Mai in den vergangenen Tagen nur noch Absagen. Daher MÜSSEN einfach beide arbeiten).

- Was, wenn wir uns nun gezwungen sehen (zum Beispiel durch Schwangerschaft), unseren Aufenthalt verlängern zu müssen?

- Kann meiner Frau und meiner Tochter das Visum verlängert werden?

-Was ist dann mit der Wohnung mit 2 monatiger Kündigunsfrist und mit unseren Sachen in der Wohnung? Was aber auch am wichtigsten ist:

- Wie wird meine Frau damit fertig werden, das erste Mal in ihrem Leben (mit allen oben genannten Sorgen im Hinterkopf) entfernt zusein von allen Verwandten und Bekannten aus Japan.

- Was wird das für Auswirkungen auf das Kind im Bauch haben?

Und so weiter. Die Entscheidung nach Deutschland zu gehen kann nur ZUSAMMEN und einstimmig gefällt werden und vor allem kann sie nicht "erdrängelt" oder "erzwungen" werden. Daher möchte ich mit diesem Schreiben "vorwarnen" um mögliche Enttäuschung vermeiden, falls die noch nicht gefällte Entscheidung meiner hier unmittelbar betroffenen Familie hier vor Ort nicht den Wünschen der Allgemeinheit entsprechen sollte.

Ich bin mir auch sicher, daß ALLE unsere Entscheidung, die uns keiner abnehmen kann, respektieren wird und uns auch weiterhin unterstützen werden. In jedem Falle werde ich aber dafür sorgen, daß meine Familie definitiv in Sicherheit ist. Ab morgen ist hier verlängertes Wochenende, während dieser Zeit werden wir uns nach Osaka begeben. (Zumindest das steht schon mal fest!)

So, genug von mir/uns!

Die Aktion geht weiter und ich hoffe, daß wir hier etwas bewegen und einen Unterschied bewirken können!

Liebste Grüße und tiefsten Dank!

Yoji "Stephan" Sasaki 18. März 2011, Yokohama :